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Sommières - Gard - Provence Reiseziel


Die vom mittelalterlichen Burgfried überragte Stadt Sommières liegt im Département Gard zwischen den Orten Vézénobres und Aigues-Mortes und ist ein beliebtes Reiseziel in der Provence. Sie wurde rund um den Fluss Vidourle und die römische Brücke errichtet. Die Brücke wurde für die "Via Domitia" erbaut, die erste Römerstraße in Gallien.

Petite Cité de Caractère
Sommières trägt das Label "Petite Cité de Caractère", da die Stadt römische Antike mit mittelalterlicher Baukunst verbindet und das Flair der Provence verströmt.

Die Stadt verfügt über zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Besonders sehenswert sind die römische Brücke, die Burg Château de Sommières, der Turm Tour Bermond, die königliche Burgkapelle Saint-Sauveur, die mittelalterlichen Häuser und Fassaden, der Glockenturm des Stadttores, die Kirche Saint-Pons, der protestantische Tempel und die Kapelle des Ursulinenklosters.

römische Brücke - Glockenturm - Burg - Turm Bermond - Kirche Saint-Pons


Die römische Brücke (Pont Tibère) über den Fluss Vidourle ist das Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde im 1. Jahrhundert unter Kaiser Tiberius mit einer Länge von 190 bis 200 Metern errichtet und prägt bis heute das Stadtbild.

römische Brücke

römische Brücke
Arkaden als Stützpfeiler für Häuser

Arkaden als Stützpfeiler für Häuser

Ursprünglich spannte sie sich mit 21 Bögen über den Fluss. Heute sind davon nur noch sieben Bögen sichtbar. Seit dem 13. Jahrhundert sind 14 Bögen durch Zumauerung verborgen. Über die 1765 erbaute Treppe Escalier de Reilhe, die sich direkt hinter dem Stadttor befindet, gelangt man hinunter zu den unter den Häusern versteckten Bögen.

Die in die Altstadt integrierte Brücke stützt seitdem die Häuser und einen überdachten Durchgang, der den Marktplatz Place des Docteurs Dax begrenzt. Die abgebildeten Arkaden bestehen lediglich aus einer Abfolge von Stützpfeilern und Bögen, die die Geschäfte darüber tragen.

Treppe Escalier de Reilhe (rechts)

Treppe Escalier de Reilhe (rechts)
Durchgang zum Marktplatz

Durchgang zum Marktplatz

Die Brückenfahrbahn wurde zu einer der wichtigsten Einkaufsstraßen: der heutigen Rue Marx Dormoy. Nachdem die überdachte Passage abzurutschen drohte, wurden im 16. Jahrhundert zusätzliche Arkaden als Stützpfeiler errichtet. Einer der antiken Bögen ist an der Rue de la Grave noch heute sichtbar.

Nach der Pont du Gard ist die römische Brücke eines der am besten erhaltenen Bauwerke aus römischer Zeit und neben der Ponte Vecchio in Florenz eine der wenigen noch bewohnten Brücken in Europa.

Bogen an der Rue de la Grave

Bogen an der Rue de la Grave
Place Jean Jaurès mit Statue

Place Jean Jaurès mit Statue

Die Place Jean Jaurès ist ein von Arkaden gesäumter
Platz im Herzen der historischen Altstadt.

Unter schattigen Platanen und Arkaden laden Cafés,
Bars und Restaurants mit gemütlichen Außenbereichen
zum Verweilen ein.

In einer Nische an der Fassade des Maison Avignon befindet sich eine Statue der Jungfrau Maria. Sie hat eine besondere lokale Bedeutung: Historisch war sie der traditionelle Treffpunkt für Pilger, die sich dort jedes Jahr am 8. September versammelten, bevor sie gemeinsam ihre Wallfahrt zum nahegelegenen Heiligtum Notre-Dame-de-Prime-Combe in der Garrigue antraten.

Der im gotischen Stil erbaute Glockenturm (Beffroi) oder Uhrturm (Tour de l'Horloge) steht auf dem zehnten Brückenbogen neben dem Rathaus, gegenüber der römischen Brücke. Er stammt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und war eines der beiden spitzbogigen Stadttore, die den Zugang zur Stadt ermöglichten.

Stadttor mit Glockenturm und Uhr

Stadttor mit Glockenturm und Uhr
(Havang(nl), CC0, Wikimedia Commons)
Glockenturm

Glockenturm
(Havang(nl), CC0, Wikimedia Commons)


Der runde Glockenturm wird von einer seitlichen Wendeltreppe flankiert und von einem schmiedeeisernen Campanile gekrönt. Die bronzene Glocke stammt aus dem Jahr 1613.

Im Jahr 1880 erhielt der Turm auf der Stadtseite (intra muros) sowie auf der der Stadt abgewandten Seite je eine große, monumentale Uhr. Das Stadtwappen wurde 1891 hinzugefügt. Weitere Tore der Stadtbefestigung waren die Porte du Bourguet, die Porte Narbonne und die Porte de la Taillade.

Die Porte du Bourguet und die Porte Narbonne wurden im Jahr 2004 auf Grundlage der alten Tore aus dem 17. Jahrhundert vollständig neu errichtet. Von der Porte de la Taillade ist lediglich eine Säule erhalten geblieben.

gewölbte Tordurchfahrt

gewölbte Tordurchfahrt
Balkon und Carport für ein Motorrad

Balkon und Carport für ein Motorrad

Die Stadtmauern, die erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurden, verliefen von Süden nach Norden über die Brücke, an der sich das Haupttor zur mittelalterlichen Stadt befand. Das am besten erhaltene Relikt der Stadtmauer befindet sich entlang des Boulevard Ernest François.

Die mittelalterliche Altstadt innerhalb der Stadtmauern, also intra muros, beeindruckt mit ihren engen Gassen, historischen Torbögen und prunkvollen Eingangsportalen der Wohnhäuser. Die heute bewunderten, reich verzierten Herrenhäuser zeugen von den Handelsaktivitäten der Stadt.

reich verziertes Herrenhaus

reich verziertes Herrenhaus
Eingangsportal

Eingangsportal

Die Straßen der Altstadt wurden im Mittelalter schachbrettartig angelegt, um bei den häufigen Überschwemmungen des Vidourle den Wasserfluss zu erleichtern und das Wasser zum Marktplatz zu leiten. Die Rue Marx Dormoy, ehemals Rue du Pont, wurde auf den ersten sechs Bögen der römischen Brücke errichtet.

Die mächtigen Arkaden des Marktplatzes Place des Docteurs Dax sind typisch für die Architektur des Mittelalters. Seit 1233 finden auf diesem Platz die Märkte und Jahrmärkte der Stadt statt. Sehenswert sind auch die unteren Straßen und die Rue Caudas.

Die wahrscheinlich im 11. Jahrhundert erbaute Burg Château de Sommières hat die Jahrhunderte überdauert und Belagerungen sowie Besiedlungen überstanden. Während dieser Zeit wurde sie um mehrere Befestigungsbauten und Gefängnisse erweitert. Im Jahr 1809 wurde die Burg teilweise verkauft. Die Bewohner von Sommières ließen sich in den Ruinen nieder und errichteten eigene Häuser an der Stadtmauer.

mächtige Arkaden

mächtige Arkaden
enge Gasse der Altstadt

enge Gasse der Altstadt

Die Burg umfasste die beiden Türme Tour Bermond und Tour de Montlaur. Während der Tour Bermond erhalten geblieben ist, wurde der Montlaurturm teilweise zerstört.

Der Bergfried (Donjon), auch Tour Bermond genannt, ist der markante Wehrturm der historischen Burg Château de Sommières. Er wurde im 12. Jahrhundert aus massiven Quadersteinen, die von dünnen Schießscharten durchbrochen sind, in einer Höhe von 25 Metern auf einem Felsen errichtet.

Place Jean Jaurès

Place Jean Jaurès
Kriegerdenkmal

Kriegerdenkmal

Neben dem Donjon befindet sich die aus dem 13. Jahrhundert stammende königliche Burgkapelle Saint-Sauveur. Sie diente ehemals als Hugenottengefängnis und besitzt noch heute mehrere Graffiti der Gefangenen aus dieser Zeit. Der monumentale Innenhof und die dicken Mauern der Burggebäude zeugen von der mittelalterlichen Militärarchitektur.
Öffnungszeiten der Burg

Am Ende des Quai Cléon Griolet befindet sich das Kriegerdenkmal (Monument aux Morts) für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Einwohner.

Vorplatz der Kirche Saint-Pons

Vorplatz der Kirche Saint-Pons
Kirche Saint-Pons

Kirche Saint-Pons

Kirchenschiff Saint-Pons

Kirchenschiff Saint-Pons
Daniel Villafruela, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
(Foto verkleinert, ausgeschnitten und gerahmt,
Weitergabe nur zu gleichen Bedingungen)

Die Église Saint-Pons befindet sich in der Nähe des Stadttors Porte du Bourguet und wird über einen großen Vorplatz betreten. Die Kirche wurde zwischen 1850 und 1860 im neugotischen Stil mit zwei Seitenschiffen neu errichtet.

Ihre Fassade wird von einem Spitzbogenportal durchbrochen, das von einem reich verzierten, dreieckigen Giebel überragt wird.

Oberhalb eines rundumlaufenden Frieses befinden sich zu beiden Seiten des Portals je ein Turm, der aus drei spitzbogigen Teilen mit einem aufgesetzten sechseckigen Turm besteht.

Der Giebel der Kirche wird von einem runden Maßwerkfenster durchbrochen.

Die Rosette besitzt ein beeindruckendes Glasfenster mit einem Durchmesser von 3,40 Metern, das aus 1 360 Glasstücken besteht. Diese bilden 37 vielfarbige Felder, die nach mittelalterlicher Technik gefertigt wurden.

Unter der Rosette befindet sich eine Orgel aus dem 18. Jahrhundert. Das Kreuzrippengewölbe des Kirchenschiffs und des Querschiffs ist ebenso wie die Wände mit farbigen Malereien und Skulpturen verziert.

Die protestantische Kirche (Temple protestante) war ursprünglich die Klosterkirche des Klosters Couvent des Cordeliers und wurde im Jahr 1710 errichtet. Die Klosterkirche wurde im Jahr 1807 umgewidmet. Das spitzgiebelige Gebäude wird von einem kleinen Glockenturm mit einer Glocke aus dem Jahr 1583 gekrönt. Über dem Eingangsportal ist ein steinernes Buch der Bibel abgebildet.

Märkte in Sommières


In Sommières finden mehrere Märkte statt. Der beliebte provenzalische Markt beispielsweise findet jeden Samstag von 8 bis 13 Uhr statt. Er erstreckt sich über einen großen Teil der Altstadt. Auf dem Wochenmarkt können Sie eine große Vielfalt lokaler Produkte entdecken und genießen, darunter: Obst und Gemüse, Oliven und Olivenöl, Käse aus den Cevennen, Brot, Honig, Wein, Keramik, Lederwaren, Töpferwaren, Textilien und Accessoires.

Markt

Zusätzlich findet von Mitte Juli bis Mitte August ein Nachtmarkt (Marché nocturne) von 18:30 bis 23 Uhr entlang des Flusses Vidourle und in der mittelalterlichen Altstadt statt.

Hier können Sie lokale Kunsthandwerke und regionale Produkte erwerben. Jedes Jahr sind mehr als 150 Aussteller – darunter Kunsthandwerker, Designer, Hersteller und Händler – vertreten. Außerdem haben Sie die Gelegenheit, in den vielen Geschäften einzukaufen, die den ganzen Abend geöffnet sind.

Jeden Samstag belebt sich zudem die Esplanade auf der Allée Frédéric Mistral, wenn der Trödelmarkt Schnäppchenjäger und Liebhaber alter Schätze willkommen heißt. Schlendern Sie zwischen den Ständen umher und entdecken Sie einzigartige Objekte, Kuriositäten und geschichtsträchtige Stücke.

Mehrmals im Jahr veranstaltet die Stadt zudem große Flohmärkte. Der Flohmarkt im November ist besonders bei Familien beliebt und hat oft Fundstücke für Kinder im Angebot.

Im August findet von 7 Uhr bis 17 Uhr auf dem Place l'Esplanade Allée Fréderic Mistral die traditionelle Buchmesse (Foire aux Livres, vieux Papiers et toutes Collections) statt. Auf dieser Messe werden unter anderem Bücher, Postkarten, Schallplatten, Poster, alte Drucke und Sammlerstücke angeboten.
Märkte und Markttage anderer Orte

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