Aberküste wandern: Fort de Bertheaume - Pointe Saint-Mathieu
An der Aberküste können Sie von der Festung Fort de Bertheaume zur Landzunge Pointe Saint-Mathieu wandern. Die Wanderroute in der Gemeinde Plougonvelin befindet sich an der touristischen Route der Aberküste (Côte des Abers).
Die Aberküste wird auch "Küste der Legenden" (Côte des Légendes) genannt und liegt im historischen Land Pays de Léon im Département Finistère in der Bretagne.
Der Wanderweg GR 34 (Sentier Côtier) führt abwechslungsreich entlang der Mündung der Bucht Rade de Brest und des Meeres Iroise. Eine kürzere Wanderung ist von der Landzunge Pointe de Créac'h Meur aus möglich. Parkplätze gibt es am Fort de Bertheaume und an der Pointe de Créac'h Meur.
![]() Wanderkarte Pointe Saint-Mathieu |

Fort de Bertheaume
Das 37 Meter hohe Fort erlaubt einen unverbaubaren Blick auf die Rade de Brest.
An dieser Stelle ließ der bekannte Baumeister Vauban 1689 eine Geschützstellung errichten, um die Rade de Brest zu schützen.
Die Kaserne, die Umfassungsmauer und das 13 Meter unter der Erde liegende Pulverlager stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
In den Monaten Juli und August ist das Fort de Bertheaume bei freiem Eintritt von 10:30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.
Der Küstenverlauf bis zum Fort de Bertheaume ist mit bis zu 40 Meter hoher Steilküste und fünf Stränden sehr abwechslungsreich. Im Norden der Pointe Saint-Mathieu läuft die steile Klippenküste auf eine Höhe von 20 Metern aus.


Von der Festung Fort de Bertheaume aus wandert man auf dem Wanderweg Grande Randonnée (GR) 34 zur Pointe de Créac'h Meur. Der Weg führt in eine Senke hinunter, von der aus man einen Blick auf die durch Erosion abgespaltenen Felsen der Aberküste genießen kann.


Nachdem man diese Passage überbrückt hat, wandert man auf dem felsigen Plateau weiter. Die karge Landschaft wird von landwirtschaftlich genutzten Feldern und Häusern geprägt.
Bei Les Rospects ist ein weiterer Einstieg in diesen Wanderweg möglich. Die Pointe Saint-Mathieu ist von dort aus in ca. 20 Minuten zu erreichen. "Les Rospects" sind die zwei kleinen felsigen Inseln vor der Küste. Die beiden abgebildeten Kanonen-Geschütze aus dem Ersten Weltkrieg befinden sich jetzt auf dem Gelände des Museums „Musée Mémoires 39-45”.

Kanonen-Geschütze bei "Les Rospects"
Felsküste bei "Les Rospects"
Fotogen setzt sich eine Möwe vor die Kulisse der Aberküste. Das abgebrochene Stück Land wird bei Flut von Wasser durchströmt.


Ein Bunker aus dem Krieg kann als Aussichtspunkt genutzt werden. Wir haben ihn bei einem Picknick allerdings auch als Schattengeber für unseren Hund genutzt. Einige befestigte Treppenstufen erleichtern den Aufstieg zur Pointe Saint-Mathieu.


Von der Pointe Saint-Mathieu aus reicht der Blick weit über die Rade de Brest auf die Halbinsel Presqu'ile de Crozon, die Pointe du Raz sowie die Inseln Île de Sein, Île Molène und Île d'Ouessant. Auf demselben Weg geht es entweder bis zum Fort de Bertheaume oder bis zur Pointe de Créac'h Meur zurück.


An der Pointe Saint-Mathieu sind die Ruinen der Abtei Abbaye Saint-Mathieu de Fine-Terre und die Kapelle Notre-Dame-de-Grâce sehenswert. Der 58 Meter hohe Leuchtturm "Phare de Saint-Mathieu" kann in den Monaten Juli und August besichtigt werden.
Das Kriegerdenkmal in Form eines Kenotaphs für die im Ersten Weltkrieg verstorbenen Seeleute stammt aus dem Jahr 1927. Im Fort der Pointe Saint-Mathieu ist eine Dauerausstellung über vermisste Seeleute zu sehen. Von der Anhöhe des Kriegerdenkmals aus hat man einen Blick auf die Insel Île Molène.

Leuchtturm, Sémaphore, Abtei und Kapelle
Das Kriegerdenkmal und die Insel Île Molène
Eine kürzere Alternative ist der vier Kilometer lange "Weg der Erinnerung" (Sentier de Mémoire), auf dem man rund um die Pointe de Saint-Mathieu wandern kann. Auf Granitblöcken sind dort elf Gedenktafeln mit den Namen von Schiffen und ihrer Besatzung angebracht, die unabhängig von den Ursachen einer Tragödie zum Opfer fielen.









