Leos Ferienwelt

Étretat - Alabasterküste - Normandie


Étretat beeindruckt mit alten Fachwerkhäusern, einer Markthalle mit Glockenturm, dem Herrenhaus Manoir de la Salamandre und der Kirche Notre-Dame. Étretat liegt nördlich von Le Havre am Ärmelkanal an der Alabasterküste (Côte d'Albâtre) in der Normandie.

Der monumentale Anblick der weißen Kreidefelsen der Steilküste (Falaise d'Étretat ) zählt zu den landschaftlichen Sehenswürdigkeiten des Dorfs. Der von Felswänden umgebene Kieselstrand von Étretat ist vor dominierenden Winden verhältnismäßig geschützt.

Zwischen dem Ort und dem Strand befindet sich ein Damm, der als Promenade dient. Der Damm dient als Schutz vor Sturmfluten. Étretat war früher ein kleines Fischerdorf und ist heute ein renommiertes Seebad. Étretat besitzt viele alte Fachwerkhäuser und eine außergewöhnliche Markthalle aus Holz mit einen Glockenturm.

Étretat - Rue Guy de Maupassant
Étretat - Fachwerkhaus

Das imposante Haus "Clos Lupin" in der Rue Guy de Maupassant beherbergte das Domizil und Arbeitszimmer des Schriftstellers Maurice Leblanc. Er kaufte die im anglonormannischen Stil im 19. Jahrhundert gebaute Villa und wohnte dort 20 Jahre lang. Das Haus dient unter dem Namen "Le Clos Arsène Lupin, Maison Maurice Leblanc" als Museum.

Seit dem Beginn der Romantik diente Étretat als Objekt der Malerei. Bekannte Maler wie Eugène Delacroix, Henri Matisse und Claude Monet haben zum Bekanntheitsgrad des Orts Étretat beigetragen.

Manoir de la Salamandre - Markthalle Marché couvert


Das Herrenhaus Manoir de la Salamandre auf dem Boulevard R. Coty. gehört zu den ältesten Gebäuden von Étretat. Ursprünglich stand das Manoir in Lisieux. Das Manoir wurde 1889 in Lisieux abgebaut und in Étretat wiederaufgebaut. Einige Elemente wurden jedoch verändert. Ein Kragbogen wurde am Giebel hinzugefügt und die große mit Ziegeln gedeckte Dachmansarde wurde verlegt.

Étretat - Manoir de la Salamandre
Étretat - Dachgeschoss Manoir de la Salamandre

Schräg gegenüber des Manoir de la Salamandre steht die Markthalle Marché couvert. Die Markthalle Marché couvert ist eine Rekonstruktion traditioneller aus Holz gebauter Hallen, die teilweise mit alten Materialien aus Scheunen aufgebaut wurde. Beeindruckend wirkt der Glockenturm über der Markthalle Marché couvert. Die Markthalle schützt Händler und Handwerker, die in der Halle ihre Waren zum Kauf anbieten.

Étretat - Manoir de la Salamandre
Étretat - Markthalle Marché couvert

In der Markthalle werden regionale Produkte wie Cidre, Calvados, Pommeau, Gebäck oder Gegenstände des täglichen Bedarfs angeboten. Kunstgegenstände und Souvenirs vervollständigen das Angebot. Jeden Donnerstag werden zusätzlich von 9 bis 13 Uhr frische Produkte auf dem Wochenmarkt (Marché normand) im Zentrum von Étretat angeboten.

Kirche Église Notre-Dame d'Étretat


Kirche Église Notre-Dame d'Étretat - Urban [Public domain]

Etwas abseits vom Ortszentrum steht die Kirche Église Notre-Dame d'Étretat. Die Kirche Notre-Dame d'Étretat wurde unter dem Schutz der Äbte von Fécamp im 12. und 13. Jahrhundert erbaut und im 19. Jahrhundert renoviert.

Das in Form eines lateinischen Kreuzes gebaute Kirchenschiff hat typische Züge des romanisch-normannischen Stils. Das halbkreisförmige Portal fällt durch geometrische Verzierungen (gebrochene Stöcke, kleine Blüten, gezackte Bünde) auf, die für die romanische Kunst in der Normandie repräsentativ ist.

Die Fassade sowie die ersten sechs Joche des Langhauses haben romanischen Stil. Der Rest der Kirche wurde später im gotischen Stil fertiggestellt. Quadratische Kapitelle mit Wasserblättern schmücken den Chor.

Eine Statue der Jungfrau (Vierge) aus dem 14. Jahrhundert steht im Nordschiff. Die von Cavaillé-Coll erbaute Orgel stammt aus dem 19. Jahrhundert. Auf den Kirchenfahnen des Kirchenschiffs spiegelt sich die maritime Tradition von Étretat wider.

Die Kirche Notre-Dame d'Étretat gehört zu den historischen Gebäuden (Monuments historiques) Frankreichs. Auf dem die Kirchen umgebenden Friedhof befinden sich Gräber der im 1. Weltkrieg gefallenen britischen Soldaten.

Sehenswert ist auch die auf der Steilküste Falaise d'Amont gelegene Kapelle (Chapelle) Notre-Dame-de-la-Garde.

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