Pontrieux - Trégor - Côtes-d'Armor
Pontrieux bezaubert mit seinen schönen Fachwerkhäusern (Maisons à Pans de Bois) und den Häusern aus Quaderstein an der malerischen Mündung des Trieux. Der Name leitet sich von der Brücke (pont) über den Trieux zwischen den Gemeinden Ploëzal und Quemper-Guézennec ab. Pontrieux wird auch das "kleine Venedig des Trégors” genannt.
Pontrieux liegt im Département Côtes-d'Armor in der Bretagne zwischen den Städten Guingamp und Tréguier. Das Zentrum der kleinen, mit Blumen geschmückten Stadt (Ville fleurie) wird von zwei dreieckigen Plätzen geprägt. Diese sind von prächtigen Fachwerkhäusern und viel Grün umgeben.



Etwa 50 dieser Waschhäuser wurden renoviert und können vom gegenüberliegenden Ufer aus zu Fuß besichtigt werden. Von Mai bis September werden auf dem Trieux Bootsfahrten entlang der Waschhäuser angeboten. Dabei wird geschildert, wie die Wäscherinnen im Jahr 1850 ihre Wäsche gewaschen haben.


Bis ins 19. Jahrhundert war die Pont Saint-Yves de Pontrieux die einzige Brücke, die den Trieux überquerte und die historische Provinz Trégor mit der Côte de Goëlo verband. Sie war die einzige Verbindung zwischen Guingamp und dem Meer.
Der 1894 erbaute Viadukt der Eisenbahn diente der Strecke von Guingamp nach Paimpol. Heute kann man von Mitte Juni bis Mitte September mit der historischen Dampfeisenbahn "La Vapeur du Trieux” die Strecke von Paimpol nach Pontrieux fahren.
Auf dem Gemeindegebiet von Pontrieux befindet sich der Hafen (Port) des Départements etwa 800 Meter flussabwärts vom Dorf. Während der Gezeiten steigt das Meer 18 Kilometer lang die Meeresbucht (Ria) hinauf.

Der Jachthafen (Port de Plaisance) beherbergt ca. 700
Segelschiffe, deren Eigner zur Hälfte auf den
Kanalinseln Jersey und Guernsey leben.
Das restaurierte Haus beeindruckt mit seinen verzierten
spitz zulaufenden Giebelgauben.
Das bekannteste Gebäude der Stadt ist das im Jahr 1901 renovierte Fachwerkhaus "Maison de la Tour Eiffel oder du Roscoat" aus dem 15. bis 16. Jahrhundert. Es beherbergt das Fremdenverkehrsamt (Office de Tourisme), die öffentliche Bibliothek und einen Festsaal.
Weitere Sehenswürdigkeiten von Pontrieux sind die Mühle Moulin du Richel aus dem 18. bis 19. Jahrhundert, das Haus Kerzellec aus dem 17. Jahrhundert und das Hôtel du Keruzec aus dem 18. Jahrhundert. Die Kirche Église Notre-Dame-des-Fontaines wurde 1842 erbaut. Ihre Orgel (Orgue) stammt aus dem Jahr 1878.


Das Gemälde "Le Repentir de Saint Pierre", eine Pietà, die Statuen des Heiligen Saint Yves und der Jungfrau mit dem Kind (Vierge à l'Enfant) stammen alle aus dem 18. Jahrhundert. Auf dem Kirchplatz befindet sich eine Statue des ehemaligen Verkehrsministers Yves Le Trocquer.


Der aus Granit gehauene Barockbrunnen aus dem 19. Jahrhundert wird bretonisch "La Plomen" genannt und steht in der Rue Saint Yves. Am Place de la Liberté befinden sich das Rathaus aus dem 19. Jahrhundert und ein Kriegerdenkmal.


Die sehenswerte Stadt Paimpol befindet sich etwa 16 km entfernt. Besonders sehenswert ist das Kloster Abbaye de Beauport.
