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Moustiers-Sainte-Marie - Alpes-de-Haute-Provence


Das auf 630 Metern Höhe am Fuß eines steilen Felshangs gelegene Dorf Moustiers-Sainte-Marie bietet einen Blick auf den See Lac de Saint-Croix und liegt am Ausgang der Verdonschlucht. Moustiers-Sainte-Marie ist wie Castellane Teil des regionalen Naturparks Verdon und liegt im Département Alpes-de-Haute-Provence.

les plus beaux Villages de France
Es wurde im fünften Jahrhundert von Mönchen aus Lérins gegründet und entwickelte sich um seine romanische Kirche und den Adou-Bach.

Das wunderschöne Dorf in der Haute-Provence verströmt einen authentischen Charme und trägt zu Recht das Label "Les plus beaux villages de France". Es beeindruckt mit seinen alten Häusern und den zahlreichen öffentlichen Brunnen.

Das wunderschöne Dorf in der Haute-Provence verströmt einen authentischen Charme und trägt zu Recht das Label, dass es eines der schönsten Dörfer Frankreichs ist. Das typisch provenzalische Dorf beeindruckt mit seinen alten Häusern und den zahlreichen öffentlichen Brunnen.

Da Moustiers-Sainte-Marie sehr frequentiert ist, wird eine Besichtigung an Wochenenden, Feiertagen sowie in den Monaten Juli und August nicht empfohlen.

Moustiers-Sainte Marie
Dorfplatz

Eine Attraktion von Moustiers-Sainte-Marie ist der an einer Kette zwischen zwei Bergen befestigte Stern, der auch Étoile de Moustiers genannt wird. Die 135 Meter lange Kette trägt einen fünfzackigen Stern mit einem Durchmesser von 1,15 Metern und einem Gewicht von etwa 150 Kilogramm. Er hängt über der Kapelle Notre-Dame-de-Beauvoir.

Die Legende besagt, dass der Ritter Blacas d’Aulps im 12. Jahrhundert auf Kreuzzug ging. Während seiner Reise wurde er von den Sarazenen gefangen genommen. Der Kalif versuchte, ihn zum Islam zu bekehren. Doch der Ritter blieb unnachgiebig. Beeindruckt von seiner Integrität entschied der Kalif schließlich, ihn freizulassen.

die Kette mit Stern

die Kette mit Stern
Töpfermarkt in einer Gasse

Töpfermarkt in einer Gasse

Nach seiner Rückkehr ließ der Ritter einen Stern über Moustiers aufhängen, um der Jungfrau Maria für ihren Schutz zu danken. Die Einwohner von Moustiers hängten diesen Stern, das Wappensymbol der Familie Blacas, als Votivgabe über der Kapelle Notre-Dame de Beauvoir auf. Auf dem Weg hinauf zur Kapelle Notre-Dame de l’Assomption befindet sich die Gravur dieser Legende auf einer Steinplatte.

Zu den Sehenswürdigkeiten von Moustiers-Sainte-Marie zählen die Kirche Notre-Dame-de-l'Assomption, die Kapelle Notre-Dame-de-Beauvoir, die Tuffsteingrotten und die in einer Grotte eingerichtete Kapelle Madeleine.

Von der ehemaligen Stadtmauer (Enceinte) existiert nur noch ein Tor aus dem 15. Jahrhundert. Eine Brücke verbindet die beiden Seiten des Dorfs. Entlang der begrünten Gassen befinden sich zahlreiche Geschäfte. Besonders sehenswert sind die lokalen Fayencen.

Weg vom Parkplatz in den Ort

Weg vom Parkplatz in den Ort
Adou-Bach

Adou-Bach

Vom Weg oberhalb des Dorfs aus hat man einen prachtvollen Blick auf den See Lac de Saint-Croix.

Notre-Dame-de-l'Assomption - Beauvoir - Chapelle Madeleine


Die im 12. Jahrhundert erbaute romanische Kirche Notre-Dame-de-l'Assomption befindet sich in Moustiers-Sainte-Marie. Das bemerkenswerteste Element der Kirche ist ihr 22 Meter hoher Glockenturm im romanisch-lombardischen Stil. Das Gebäude wurde aus Kalktuffstein errichtet.

Der Glockenturm verfügt über fünf sich nach oben verjüngende Stockwerke. Diese werden von unterschiedlich großen Zwillingsarkaden unterbrochen. Im 17. Jahrhundert wurde der Glockenturm durch Strebepfeiler und Eisenanker verstärkt.

Kirche Notre-Dame-de-l'Assomption
Hochaltar

Das einschiffige Kirchenschiff im provenzalisch-romanischen Stil verfügt über ein fünfjochiges Spitztonnengewölbe. Dieses wird von Gurtbögen gehalten und von großen Pfeilern mit Rundbögen gestützt. Der Chor wurde von 1336 bis 1361 im gotischen Stil umgebaut. Die Querschiffarme wurden im 17. Jahrhundert hinzugefügt.

Der Hochaltar wird von einem Marmorsarkophag aus gallo-römischer Zeit (4. Jahrhundert) geziert. Die Glasfenster zeigen die Apostel Petrus, Paulus und Joseph sowie die Taufe Jesu. Im Chor befindet sich ein schmales Rundbogenfenster, das Maria, die Schutzheilige der Kirche, zeigt.

Nebenaltar
weiterer Nebenaltar

Ein Kreuzweg mit 262 Stufen führt zur Kapelle Chapelle Notre-Dame-de-Beauvoir. Diese wurde Ende des 12. Jahrhunderts auf den Ruinen eines im 5. Jahrhundert errichteten Marientempels erbaut. Sie besitzt einen romanischen Portalvorbau, der vom Kirchturm überragt wird. Die hölzerne Kirchentür stammt aus der Renaissancezeit.

Das Kirchenschiff verfügt über ein vierjochiges Tonnengewölbe, das aus zwei romanischen und zwei gotischen Buchten besteht. Der gotische Chor wurde im Jahr 1536 mit einem Triumphbogen angebaut.

Kapelle Notre-Dame-de-Beauvoir
die Kapelle

Von der Plattform vor der Kapelle Notre-Dame-de-
Beauvoir aus genießen Sie einen wunderschönen
Panoramablick auf das Tal der Maire, den See Lac
de Sainte-Croix und die Hochebene von Valensole.

Wanderstiefel
Oberhalb der Kapelle befinden sich einige von der Natur geformte Grotten aus Tuffstein.
Von dort aus führt ein aussichtsreicher Wanderweg über die Chapelle de la Madeleine nach Moustiers-Sainte-Marie. Trittfeste Schuhe mit Profilsohlen sind für den Auf- und Abstieg empfehlenswert. Die Dauer der Rundwanderung beträgt circa zwei Stunden.

Diese ausgeschilderte Wanderung führt zur Kapelle Notre-Dame-de-Beauvoir und verläuft auf einem schmalen Weg, der am Hang entlangführt. Nach einiger Zeit erreicht man die in einer Grotte eingerichtete Kapelle Chapelle de la Madeleine. Über Serpentinen führt der schotterbedeckte Wanderweg teilweise steil nach Moustiers-Saint-Marie hinunter.

Der vom Weg aus sichtbare Wasserfall Cascade de Riou war zu unserer Zeit ausgetrocknet. Vom Weg aus blickt man auf das Dorf und den nahegelegenen See Lac de Saint-Croix.

Panorama vom Wanderweg
Grotte Sainte-Madeleine

Fayence - provenzalischer Markt (Marché provençal)


Moustiers-Sainte-Marie erlangte im 17. und 18. Jahrhundert durch die Herstellung von Steingut in Fayence-Technik Bekanntheit. Bis ins 19. Jahrhundert war der Ort ein Zentrum der Fayence-Herstellung, die im 20. Jahrhundert wiederbelebt wurde.

In zahlreichen Ateliers werden heute handgemalte Fayencen mit eigenen Designs hergestellt. Diese werden in den Ausstellungsräumen der Geschäfte und Keramikwerkstätten zum Verkauf angeboten.

Austellungsraum für Faïencen
Brunnen

eine Fayence-Zikade

Das Musée de la Faïence (Fayencen-Museum) in der Rue du Seigneur de la Clue zeigt Steingut aus verschiedenen Epochen, das in Moustiers-Sainte-Marie hergestellt wurde. Unter den Ausstellungsstücken befinden sich wunderschöne Dekorationsstücke aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Jeden Freitag findet von 8 Uhr bis 12.30 Uhr ein provenzalischer Markt (Marché provençal) auf den Straßen Rue du Seigneur de la Clue und Rue de la Bourgade im Zentrum von Moustiers-Sainte-Marie statt.

Etwa 20 Händler bieten dort frische Lebensmittel wie Oliven, Ziegenkäse, Kräuter, Brot, Obst und Gemüse, Öle sowie handgebackene Kekse an.
Markttage in der Provence