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Pointe de Pen Hir - Steinreihen von Lagatjar - Camaret-sur-Mer


Die bis zu 63 Meter hohe, felsige Steilküste Falaise de la Pointe de Pen Hir erhebt sich auf der Halbinsel Presqu'île de Crozon über dem Mer d'Iroise. Die Landzunge Pointe de Pen Hir (bretonisch: Beg Penn Hir) sowie die Steinreihen von Lagatjar befinden sich im Südwesten von Camaret-sur-Mer im Département Finistère in der Bretagne.

An der Pointe de Pen Hir befindet sich auf einer Plattform ein massives Granit-Denkmal, das "Croix de Pen Hir". Das von General de Gaulle eingeweihte Denkmal besitzt die Form des Kreuzes "Croix de Lorraine".

Pointe de Pen Hir

Pointe de Pen Hir

Das Croix de Pen Hir wurde für die freien bretonischen
Franzosen errichtet, die während des Zweiten
Weltkriegs in Großbritannien den Verein "São Breiz"
gründeten.
Croix de Pen Hir

Croix de Pen Hir

Wenn man bis an den Rand des aus Sandstein bestehenden Felsvorsprungs der Pointe de Pen Hir geht, sieht man eine Kette von Inseln und Klippen, die aus dem Atlantik ragen. Besonders sehenswert sind sechs Felsen, von denen drei besonders markant sind. Die Felsformation trägt den Namen "Tas de Pois", was auf Deutsch etwa "Erbsenhaufen" oder "Erbseninseln" bedeutet.

Blick auf die Tas de Pois

Blick auf die Tas de Pois
Felskletterei

Felskletterei

Die Pointe de Pen Hir liegt am westlichen Ende der Halbinsel Crozon. Nördlich davon liegen die Pointe du Toulinguet und der Strand Plage de Pen Hat. Östlich der Landzunge sehen wir den Strand Plage du Veryac'h, die Pointe de la Tavelle sowie die Strände Plage de Kersiguénou und Plage de Goulien. Weiter hinten liegt die Pointe de Dinan.

Falaise de la Pointe de Pen Hir

Falaise de la Pointe de Pen Hir
Von der Sonne verwöhnte Felsen

Von der Sonne verwöhnte Felsen

Die Felsen der Pointe de Pen Hir sind ein beliebtes Gebiet für Felskletterer, die man vor allem an den Wochenenden antrifft. Die Küste Richtung Pointe du Toulinguet fällt steil ins Meer hinab, während die Seite Richtung Plage de Veryac'h, die als die liebliche Seite bekannt ist, nur von einigen kleineren Felsen durchsetzt ist und üppig von Heide bewachsen ist. Das Plateau der Pointe de Pen Hir ist geprägt von gelb blühendem Stechginster.

Liebliche Seite der Pointe de Pen Hir

Liebliche Seite der Pointe de Pen Hir
Stürmische Seite - Blick vom Strand Pen Hat

Stürmische Seite - Blick vom Strand Pen Hat

Von der Pointe de Pen Hir aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Landzungen Cap de la Chèvre und Pointe des Espagnols. An klaren Tagen reicht die Sicht von dort bis zur Landzunge Pointe Saint-Mathieu. In die andere Richtung reicht sie von der Bucht Douarnenez bis zur Pointe du Raz.

Bis zu 63 Meter hohe Klippenküste

Bis zu 63 Meter hohe Klippenküste
Blick auf den Strand Pen Hat

Blick auf den Strand Pen Hat

Bei extrem guter Sicht kann man die Ponant Inseln Île de Sein und Île d'Ouessant sehen. Zwischen der Pointe de Pen Hir und der Pointe du Toulinguet ragt markant der Felsen Rocher du Lion aus dem Mer d'Iroise. Von Camaret-sur-Mer werden Bootsfahrten entlang des Felsen Rocher du Lion zu den Tas de Pois angeboten.

Rocher du Lion und Pointe du Toulinguet

Rocher du Lion und Pointe du Toulinguet
Pointe de la Tavelle

Pointe de la Tavelle

Wer gerne klettert, kann die Klippen hinabsteigen. Kurz nach dem Verlassen des Denkmals Croix de Pen Hir zweigt ein Wanderweg ab. Durch eine von Felsen überdachte Höhlung gelangt man zu einer grasbedeckten Ebene, die "Chambre verte" (das grüne Zimmer) genannt wird.

Auf-und Abstieg zum Chambre verte


Der Abstieg zum Grünen Zimmer (Chambre verte oder
Salle verte) ist rutschig und kann gefährlich sein!

Die Pointe de Pen Hir ist Teil des Naturparks Parc
naturel régional d'Armorique im Département
Finistère in der Bretagne.
Der Weg führt unter dem Felsen weiter

Der Weg führt unter dem Felsen weiter

Aufmerksame Beobachter können an der Pointe de Pen Hir viele Vögel wie zum Beispiel den Wanderfalken (Faucon pèlerin) oder den Eissturmvogel (Fulmar boréal) sehen.

Wanderstiefel
Für Wanderungen empfehlen wir, feste Schuhe mit griffigen Sohlen zu tragen. Von der Pointe de Pen Hir aus wandert man auf dem GR 34 über den Strand Pen Hat bis zur Pointe du Toulinguet (Wanderzeit: ca. zwei Stunden hin und zurück).
Auf der anderen Seite wandert man von der Pointe de Pen Hir zur Pointe de Portzen.

Blick auf die Pointe du Toulinguet

Blick auf die Pointe du Toulinguet
Abgrund vor der Batterie Kerbonn

Abgrund vor der Batterie Kerbonn

Alignements de Lagatjar


Die aus der Jungsteinzeit (vermutlich 3000–2500 v. Chr.) stammenden megalithischen Ausrichtungen der Steinreihen "Alignements de Lagatjar" befinden sich in der Nähe der Pointe de Pen Hir in Camaret-sur-Mer. Ursprünglich sollen die Alignements de Lagatjar aus 600 Menhiren bestanden haben. Viele der umgestürzten Menhire wurden im Jahr 1928 wieder aufgerichtet und an dieser Stelle platziert.

Die heutigen Steinreihen der Alignements de Lagatjar bestehen aus 72 Menhiren. Die längste Reihe ist 200 Meter lang und besteht aus 42 Menhiren. Zwei weitere, im rechten Winkel verlaufende Linien mit Menhiren verlaufen parallel zu dieser Reihe. Man nimmt an, dass die Steinreihen ursprünglich der Größe nach den Steinreihen von Carnac entsprachen.

Steinreihen Alignements de Lagatjar

Steinreihen Alignements de Lagatjar
großer Menhir

großer Menhir

Die drei Steinreihen erstrecken sich über eine Länge von 200 Metern. Die Hauptstrecke verläuft in Nordost-Südwest-Richtung. Etwa 30 Meter von ihrem nordöstlichen Ende entfernt befindet sich eine zweite, rund 40 Meter lange Strecke, die senkrecht zur Hauptstrecke verläuft.

Sie umfasst den größten Menhir auf dem Gelände. Weiter südwestlich erstreckt sich eine dritte Reihe parallel zur zweiten über eine Länge von etwa 50 Metern. Südöstlich davon befinden sich drei weitere, nicht ausgerichtete Menhire.

Batteries de Kerbonn - Museum der Atlantikschlacht


Zwischen der Pointe de Pen Hir und der Pointe du Toulinguet befinden sich die Überreste der Verteidigungsanlagen "Batteries de Kerbonn", die auf dem Gelände eines ehemaligen Forts errichtet wurden. In einem der deutschen Kasematten ist das Museum der Atlantikschlacht untergebracht.

Es ist von Ende April bis Ende September täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Vor dem Museum sind historische Anker von Kriegs- und Handelsschiffen ausgestellt.

Die ersten militärischen Küstenverteidigungsanlagen Batteries de Kerbonn wurden zwischen 1889 und 1891 errichtet. Das Fort diente der Bekämpfung feindlicher Schiffe in der Reede Rade de Brest.

Museum der Atlantikschlacht und Anker

Museum der Atlantikschlacht und Anker
Batteries de Kerbonn - Kasematten

Batteries de Kerbonn - Kasematten

Zwischen 1942 und 1944 errichteten die Deutschen auf dem Gelände Kasematten. Diese bestanden hauptsächlich aus vier Schartenständen für französische Kanonen, sechs passiven Schutzbunkern, einem Schießstand und drei Becken zur Abwehr von Flugzeugen. Von den Schartenständen sind drei erhalten geblieben, einer wurde gesprengt.

Schartenstand

Schartenstand
Reste der Verteidigungsanlage

Reste der Verteidigungsanlage

Bunker und Geschützstellungen erinnern an die Atlantikschlacht des Zweiten Weltkriegs, bei der 45.000 Seeleute aller Nationen starben. Das Réduit Batteries de Kerbonn in Camaret-sur-Mer ist eines der Ziele der Route des Fortifications auf der Halbinsel Presqu'île de Crozon.

Ein Teil des Wanderwegs GR 34, der zur Pointe du Toulinguet führt, verläuft durch das Gelände der Geschützstellungen. Vorsicht, das Gelände weist ungesicherte Löcher und Krater auf! Eine Wanderung von der Pointe de Pen Hir bis zum Museum der Atlantikschlacht dauert etwa eine Stunde.