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Halbinsel Presqu'île de Roscanvel - Finistère


Die Halbinsel Presqu'île de Roscanvel ist der nördliche Teil der Halbinsel Presqu'île de Crozon. Die Halbinsel Roscanvel befindet sich im Département Finistère der Bretagne und liegt im Naturpark Parc naturel régional d'Armorique.

In der Mitte der Bucht Baie de Roscanvel befinden sich die Inseln Île des Morts und Île Trébéron. Die Insel Île des Morts und die Île Trébéron sind militärisches Sperrgebiet. In unmittelbarer Nähe dieser Inseln gibt es noch die Insel Île Perdue, die nur bei Niedrigwasser zu sehen ist. Im Süden der Bucht liegt die Insel Île du Renard.

Vor Roscanvel befindet sich ein eingedeichter ehemaliger Marinehafen: der Étang de Kervian. Roscanvel liegt geschützt vor den Westwinden mit Blick auf die Südseite des Hafens von Brest. Die Kirche Église Saint-Eloy in Roscanvel besitzt den Stil des 17. Jahrhunderts. Nach einem Brand im Jahr 1956 wurde die Kirche Saint-Eloy wieder hergerichtet.

Église Saint-Eloy - Halbinsel Presqu'île de Roscanvel
Kirchenschiff Église Saint-Eloy - Halbinsel Presqu'île de Roscanvel

Aufgrund der Lage am Eingang der Reede Rade de Brest spielte die Halbinsel Presqu'île de Roscanvel seit dem Mittelalter eine wichtige militärische Rolle. Die Halbinsel Roscanvel besitzt aus dieser Zeit Reste von Geschützstellungen, Forts und Verteidigungsanlagen, die der Festungsbaumeister Vauban bauen ließ. Durch die Route des Fortifications sind die meisten Verteidigungsanlagen für den Tourismus erschlossen worden.

Fort de la Fraternité


Vom Fort de la Fraternité existieren nur Teile der Verteidigungsmauer und Ruinen von verschiedenen Bauten aus dem 18. Jahrhundert. Das Fort de la Fraternité besteht aus einer Artilleriebatterie aus dem Jahr 1695, die von Vauban in Auftrag gegeben wurde, einem Fort von 1791 und einer Kasematte von 1942 auf der vorgelagerten Insel Îlot du Diable.

Verteidigungsmauer Fort de la Fraternité - Halbinsel Presqu'île de Roscanvel
Fort de la Fraternité - Halbinsel Presqu'île de Roscanvel

Zu Füßen des Forts de la Fraternité befindet sich ein Kalkofen (Four à Chaux) aus dem Jahr 1800.

Übergang Îlot du Diable Fort de la Fraternité - Halbinsel Presqu'île de Roscanvel
Kalkofen Fort de la Fraternité - Halbinsel Presqu'île de Roscanvel

Fort des Capucins


Das Fort des Capucins wurde 1848 auf der Insel Îlot des Capucins nach Plänen gebaut, die der Festungsbaumeister Vauban etwa 150 Jahre früher gezeichnet hatte. Die Insel Îlot des Capucins befindet sich im Atlantik und ist ein felsiger Ausläufer der Pointe des Capucins der Gemeinde Roscanvel. Der Name der Insel nimmt Bezug auf einem Felsen in der Nähe der Insel, der die Form eines Mönchs im Gebet (Kapuziner) hat.

Das Fort des Capucins lag strategisch günstig und hat die Meerenge Goulet de Brest durch ihre Artilleriebatterien lange Zeit verteidigt. Die Kontrolle bezog sich auch auf die gesamte Bucht von Camaret-sur-Mer. Von der Pointe du Grand Gouin bis zum Fort de Bertheaume konnte das Meer gut eingesehen werden.

Fort des Capucins - Halbinsel Presqu'île de Roscanvel
Fort des Capucins - Halbinsel Presqu'île de Roscanvel

Vauban plante in den Jahren 1694 bis 1696 den Bau von zwei Artilleriebatterien: das Fort du Minou im Norden (westlich von Brest) und das Fort des Capucins im Süden (Halbinsel Roscanvel). Auf der Insel Îlot des Capucins wurden hohe Batterien, Plattformen und Stützmauern gebaut, von denen nichts mehr übrig blieb. Die weiterhin geplanten Bauwerke wurden von Vauban validiert, sodass das Projekt erst in den Jahren 1847 bis 1849 durchgeführt wurde.

Das Fort des Capucins wurde mehrfach umgebaut. 1888 wurde eine Batterie mit einem Felszug an der Wasseroberfläche installiert. Diese Batterie wurde über eine bis tief unter Felsen führende Treppe erreicht. Zusätzzlich entstand ein terrassenförmiges Pulvermagazin, das unter 6 bis 8 Meter hohen harten Gestein gebaut wurde.

1891 bis 1893 wurde ein von einer Elektrofabrik betriebenes Projektorsystem aufgebaut. 1917 wurden die beiden 47 Tonnen schweren Geschütze demontiert. Die Kasernengebäude wurden aus Granit und Schiefer gebaut, sodass sie sich gut in die Natur integrierten.

Die kleine Insel Îlot des Capucins mit dem darauf befindlichen Fort wird über eine steinerne Brücke betreten. Die Brücke wurde im Jahr 1859 aus gehauenen Felsbrocken und Kersanton-Granit gebaut. Die Schnellschussanlage stammt aus dem Jahr 1890. Enorme in zwei Hallen eingeklemmte Geschütze sollten den Rumpf der Panzerkreuzer durchbohren.

Bischofsmütze Fort des Capucins - Halbinsel Presqu'île de Roscanvel
Zugang Fort des Capucins - Halbinsel Presqu'île de Roscanvel

Der Zugang zum Fort des Capucins ist vom Wanderweg schlecht zu erkennen. Vom Wanderweg haben wir nur den steilen Zugang über die Felsen gesehen. Der bequemere Weg führt jedoch am Hang entlang. Dazu muss man am Fort des Capucins vorbeigehen und dann eine Abzweigung rückwärtig nehmen.

Wanderung Halbinsel Roscanvel: Fort de la Fraternité und Fort des Capucins

An der D 355 ist von Camaret-sur-Mer kommend ein Parkplatz oberhalb des Fort de la Fraternité angelegt. Für die Wanderung zum Fort de la Fraternité und zum Fort des Capucins sollten Sie ca. 1 1/2 Stunden einplanen (hin und zurück).

Quélern - Batterie de Cornouaille


Quélern ist eine 1,3 km lange Verteidigungslinie. Quélern verband die Ufer Rade de Brest und Mer d'Iroise an Land und versperrte den Zugang der Pointe de Tremet durch die Caserne Sourdis. Die Batterie de Cornouaille wurde von Vauban geplant und im Jahr 1696 abgeschlossen.

Die Geschützstellung Batterie de Cornouaille wurde in halbrunder Form im Einklang mit der Natur gebaut und hatte 36 Schießscharten.

Alte Verteidigungsanlagen mit einem Turm sind an der Landzunge Pointe des Espagnols der Halbinsel Presqu'île de Roscanvel zu besichtigen. Von der Pointe des Espagnols sieht man auf die Stadt Brest. Entdecken Sie weitere Ausflugsmöglichkeiten und Wanderziele der Halbinsel Presqu'île de Crozon.