Die bis zu 70 Meter hohe Steilküste Falaise de la Pointe du Millier auf dem Cap Sizun in der Bretagne beeindruckt mit ihrer Landschaft. Sie liegt in der Gemeinde Beuzec-Cap-Sizun in der historischen Provinz Cornouaille im Département Finistère.
Von dort aus wandert man auf dem aussichtsreichen Wanderweg GR 34, einem ehemaligen Zöllnerpfad, entlang der Küste und durch ein Waldgebiet zur Mühle Moulin de Kériolet.
Die Pointe de Millier und die Moulin de Kériolet können im Rahmen einer aussichtsreichen Rundwanderung besichtigt werden. Die Wanderzeit beträgt eine Stunde, wenn man die Mühle besichtigt.
Empfehlenswert ist außerdem die beeindruckende Wanderung von der Pointe du Millier bis zum Strand Plage de Péron. Gemütliche Wanderzeit: eineinhalb Stunden (hin und zurück).
Pointe du Millier mit Leuchtturmhaus die Bucht an der Pointe du Millier
Vom Parkplatz aus führt ein Weg zu einer Bucht mit einem kleinen Strand hinunter. Dieser ist nur bei Ebbe sichtbar. Aufgrund heftiger Regenfälle im Winter musste der Wanderweg zwischen den Felsen neu angelegt werden. Der Küstenwanderweg führt zur Pointe du Millier, die vom Leuchtturm Phare du Millier gekrönt wird.
Wanderweg GR 34 neu angelegter Wanderweg
Von der Pointe du Millier aus hat man einen schönen Blick auf die Bucht Baie de Douarnenez und das Cap de la Chèvre auf der Halbinsel Presqu'île de Crozon. Der Ausblick auf die Felsen im Iroise-Meer entschädigt für die Mühen des Aufstiegs.
Wanderweg durch die Felsen Weg zum Leuchtturm Phare du Millier
Leuchtturmhaus (Phare du Millier) - Wassermühle
Der Leuchtturm Phare du Millier wurde im Jahr 1881 auf der Spitze der Pointe du Millier des Cap Sizun, am südlichen Eingang der Bucht von Douarnenez, erbaut. Ungewöhnlicherweise handelt es sich um ein Leuchtturmhaus, da der Leuchtturm halb in das Wohnhaus des Leuchtturmwärters integriert ist.
Der Leuchtturm ist 8,40 Meter hoch. Er feuert automatisch alle sechs Sekunden ein Horizontlicht mit weißem, grünem und rotem Sektor ab. Dieses wird von einer Halogenlampe mit einer Leuchtweite von 12 nautischen Meilen erzeugt. Das Leuchtfeuer befindet sich 36 Meter über dem Iroise-Meer. Seit 1965 wird das Leuchtfeuer elektrisch betrieben.
Leuchtturmhaus (Phare du Millier) Wassermühle Moulin de Kériolet
Der Wanderweg schlängelt sich von der Küste aus zwischen mit Farn bewachsenen Hängen in einen Wald hinein. Nach fünf Minuten überquert man einen Bach und erblickt die Mühle Moulin de Kériolet.
Die Wassermühle "Moulin de Kériolet" wurde im Jahr 1868 erbaut. Ursprünglich war sie mit einem kleinen horizontalen Rad, einer sogenannten "Pirouette", ausgestattet. Um das Wasser optimal zu nutzen, ersetzte der Müller 1878 die Pirouette durch ein 8 m großes Schaufelrad. Die Getreidemühle mit zwei Mahlsteinpaaren war bis in die 1950er Jahre in Betrieb.
Heute ist die Mühle im Besitz des Conservatoire du Littoral. Nach Renovierungsarbeiten, die von der Gemeinde Beuzec-Cap-Sizun unterstützt wurden, wurde sie wieder zum Leben erweckt. Der Eintritt ist frei. Sie ist von April bis Ende September täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Im Oktober ist sie von Dienstag bis Sonntag zu den gleichen Zeiten geöffnet. In den Monaten November, Dezember, Februar und März ist sie dienstags bis sonntags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Das Antriebsrad wurde mit einem Höhenunterschied von etwa 5 Metern betrieben.
Im Erdgeschoss befindet sich der Trichter, um die Schleifscheibe mit Körnern zu füttern. Ein Antriebsriemen bringt das Mehl auf die 1. Etage, wo ein Sieb das weiße Mehl trennt. Aufhängung des Mühlrads
Vor der Treppe befindet sich der Schlafraum des Müllers. Von der Moulin de Kériolet aus führt der Wanderweg oberhalb der Mühle zur Pointe du Millier weiter. Von hier aus kann man beobachten, wie das Wasser in die Mühle gelangt. Ein schmaler Steinbrunnen leitet es zum Schaufelrad der Mühle.
Schlafrum des Müllers Schaufelrad der Moulin de Kériolet
In der Mühle wird das Getreide noch auf traditionelle Weise auf echten Mühlsteinen gemahlen. Im kleinen Laden im Obergeschoss sind folgende Sorten erhältlich: Farine de Blé Noir (Buchweizenmehl), Farine de Froment (Weizenmehl), Farine de Maïs (Maismehl) und Farine de Seigle (Roggenmehl).
Außerdem gibt es weitere regionale Produkte wie Honig, Marmeladen, Cidre, Apfelsaft und Herzhaftes aus der Konservenfabrik in Douarnenez. Wir empfehlen, den herzhaften Buchweizenhonig (Miel de Sarrasin) zu probieren.
Wanderung Plage de Pors Péron
In entgegengesetzter Richtung führt eine aussichtsreiche Wanderung auf dem GR 34 von der Pointe du Millier entlang der Steilküste zum Strand Plage de Pors Péron. Die Klippenküste weist felsige Einschnitte und von der Küste abgetrennte Felsinseln auf, die bei Flut vom Meer umspült werden.
Küsteneinschnitt hinter der Pointe du Millier Klippenküste
Der Wanderweg führt abwechslungsreich zwischen Felsen hindurch. Die Landschaft ist mit Ginster und Grasnelken bedeckt. Das großartige Panorama verführt zum Innehalten.
Wanderweg durch Felsen Blick vom Wanderweg GR 34
Bei Flut und entsprechendem Wind schlägt die Brandung an die von der Küste abgetrennten Felsen. Auf dem Foto kann man sehen, wie die Gischt spritzt. Es lohnt sich, Fotoapparat oder Videokamera griffbereit zu haben.
gegen Felsen auflaufende Flut Steilküste (Falaise)
Bei traumhaftem Wetter wandern wir mit Blick auf die rauschende Brandung entlang der Küste. Nach kurzer Zeit erreichen wir einen Aussichtspunkt mit großen Felsplatten. Von hier aus haben wir einen tollen Blick auf den Strand Plage de Pors Péron, die Boote im Hafen Pors Lanvers und das Cap Sizun.
Auf dieser Felsplattform machen wir eine Rast und genießen die Sonne und die Aussicht. In Richtung Pointe du Millier reicht der Blick über die Steilküste bis zu dem winzig erscheinenden Wanderweg. Im Juni bildet der gelb blühende Stechginster einen schönen Kontrast zur Steilküste.
Steilküste Cap Sizun
Der Rückweg erfolgt auf demselben Küstenweg, da die Straßen im Landesinnern größtenteils Sackgassen sind.
Im Westen des Cap Sizun befinden sich die sehenswerten felsigen Landzungen Pointe du Van und Pointe du Raz, die zu den unter Naturschutz stehenden Landschaften (Grand Site de France) gehören.