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Castellane und Umgebung Als Standort für einen Urlaub in der Hochprovence (Haute Provence) bietet sich Castellane an. Die schönsten Reisezeiten sind die Monate Mai/Juni beziehungsweise September/Oktober. Nur wer die Sommerhitze verträgt und den Massenansturm der Touristen liebt, sollte in den Monaten Juli/August fahren. Castellane liegt günstig an der Kreuzung der Route Napoléon und der Route du Haut Verdon, nahe der berühmten Verdonschlucht (Grand Canyon due Verdon). Es verdankt seinen Reiz der einmaligen Landschaft, die von der 184 m über der Stadt aufragenden Felswand bestimmt wird. Auf einer Felswand befindet sich die Chapelle Notre-Dame-du-Roc, die von einer Marienstatue gekrönt wird. Ein schöner Spazierweg führt von Castellane zur Kapelle (ca. 1 Stunde hin und zurück).
See von Castillon und See von Chaudanne (Lac de Castillon, Lac de Chaudanne) Die beiden Talsperren im Flusslauf des Verdon haben inmitten einer schönen Gebirgslandschaft zwei Stauseen entstehen lassen.
Voralpen von Digne (Préalpes de Digne) Die Voralpen von (Préalpes) Digne, die sich von der Durance bis zum Verdon erstrecken, sind die am dünnsten besiedelte und ärmste Region der französischen Alpen. Gebirgsflüsse haben sich durch die Felskämme aus Kalkstein tiefe Quertäler gegraben, die sich streckenweise zu so genannten "Clues" verengen. Bei den Clues de Barles durchzieht die Strasse eng an den Fluss gedrängt zwei Schluchten. Die zweite Schlucht ist besonders eindrucksvoll.
Cadières de Brandis (Stühle von Brandis) Das zerschnittene und verworrene Felsrelief der Cadières (Stühle auf provenzalisch) ist ein Ausflugsziel für alle Liebhaber von ungewöhnlichen
Wanderungen. Zu den dolomitenartigen Felsen gibt es mehrere Wanderwege
(Wanderschuhe empfehlenswert).Wir sind von Castellane über die N 85 bis zum Lèques Pass (Col des Lèques, 1145 m) gefahren. Von dort führt ein schöner Rundweg - teils durch Wald - zu den Cadières de Brandis.
Cians-Schlucht (Gorges du Cians) Die Schluchten des Cians, eines Nebenflusses des Var, zählen zu den schönsten der Alpen. Auf einer Strecke von 25 km überwindet der Fluss einen Höhenunterschied von 1600m. Seinen Weg säumen steile Felswände aus rötlichem Schiefer am Oberlauf und hellem Kalkstein am Unterlauf. Die Strasse windet sich entlang der zerschrundenen Felswände, aus deren Spalten Wasserrinnsäle dringen. Die Autostrasse ist heute schon so weit ausgebaut, dass Teile der "alten Strasse" nur noch von Parkplätzen zu Fuß erreicht werden können. Anhalten an den Parkplätzen ist daher Pflicht.
Luregebirge (Montagne de Lure) Das Luregebirge (Montagne de Lure) bildet mit dem Mont-Ventoux-Massiv und der dazwischen liegenden Montagne d’Albion einen Bergriegel in Ost-West Richtung, der die Haute Provence von der Drome Provençale trennt. Die steilen Nordhänge werden unten von Lärchen-, weiter oben von Buchen- und Tannenwäldern bedeckt. Auf der sanft ansteigenden Südseite findet sich unten das typische Provence-Bild mit Lavendelfeldern und Zedern, weiter oben eine Weidelandschaft.
Hochprovence Teil 2 : Pässe der Hochprovence ▲ |