Leos Ferienwelt - Bretagne oder Provence

Landévennec - Halbinsel Crozon - Finistère


Landévennec liegt vor dominierenden Winden geschützt und genießt ein Mikroklima, in dem mediterrane Pflanzen wie Palmen und Mimosen gedeihen. Landévennec beeindruckt mit Resten eines Klosters im Naturpark Parc naturel régional d'Armorique des Département Finistère in der Bretagne.

Landévennec liegt an der Einmündung der Aulne in die Reede von Brest und ist die kleinste Gemeinde der Halbinsel Presqu'île de Crozon. Die hügelige Landschaft und das ruhige Meer haben lieblichen Charakter. Einige Palmen am Meeresufer vermitteln südländisches Flair.

Landévennec
Halbinsel Daoulas

Gegenüber des Strandes sieht man die Halbinsel Daoulas mit dem Ort Traon. Landévennec besitzt eine schöne Kirche (Église de Landévennec) mit Kalvarienberg (Calvaire).

Kirche Église - Abtei Abbaye Saint-Guénolé


Die kleine Kirche Église de Landévennec stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der die Kirche umgebende Friedhof (Cimetière) wird durch ein abgerundetes Portal betreten. Der Glockenturm aus dem Jahr 1659 besitzt keine Galerie. Das Kirchenschiff wurde 1659 und die Apsis 1652 erbaut. Die Sakristei stammt aus dem Jahr 1740. Die Kirche beeindruckt mit einem prächtigen Altaraufsatz (Retable) und schönen Statuen.

Kirche (Église de Landévennec)

Seit 1761 steht die Kirche unter der Patronage von
Notre-Dame-de-Bonne-Nouvelle.
Jährlich findet ein Pardon (Prozession mit der Bitte
um Vergebung) am 15. August (Mariä Himmelfahrt)
zur Kirche von Landévennec statt.
Kalvarienberg Kirche (Église de Landévennec)

Auf dem westlichen Giebelfeld zeigt ein Gemälde den Heiligen Saint-Corentin vor der Kathedrale in Quimper. Die Kirchenwand ist mit einen großen Abendmahlgemälde verziert. Das Abendmahlgemälde stammt aus der Abtei Abbaye Saint-Guénolé. Zu sehen sind Gemälde des Märtyrers Saint Sébastien sowie das Martyrium des Heiligen Saint Jacques le Mineur, Bischof von Jerusalem.

Die Abtei Abbaye Saint-Guénolé de Landévennec wurde durch irische Mönche im Jahr 485 nach Christus gegründet. Ab dem Jahr 818 wechselte der Besitz des Klosters zum Benediktinerorden. Während der französischen Revolution (1789-1799) wurden die Gebäude zerstört. In unmittelbarer Nähe der alten Abtei erfolgte in den 1950er Jahren eine Klosterneugründung durch den Benediktinerorden.

Ruinen Abbaye Saint-Guénolé - Landévennec
Ruinen Abbaye Saint-Guénolé - Landévennec

Vom Kloster ist nur die Ruine der romanischen Kirche erhalten geblieben. Säulen- und Mauerreste lassen den ehemaligen Grundriss erkennen. Der Grundriss bestand aus einem sechsjochigen Kirchenschiff, Seitenschiffen, einem Querschiff, einem Chor mit Umgang und drei Apsidialkapellen. Das viereckige Denkmal am Eingang des rechteckigen Querschiffes soll das Grabmal des König Gradlon sein.

Ruinen Abbaye Saint-Guénolé - Landévennec
Tor zum Nebengebäude Abbaye Saint-Guénolé

Die befestigte Anlage der ehemaligen Abtei Abbaye Saint-Guénolé gehört zu den Bauwerken der Route des Fortifications der Halbinsel Presqu'île de Crozon. Das schöne Tor rechts oben führt zu einem alten Nebengebäude des Klosters.

Gezeitenmühle Moulin à Marée - Schiffsfriedhof Cimetière de Navires


In der Flusslandschaft der Aulne gibt es in Höhe von Landévennec eine Gezeitenmühle (Moulin à Marée de Landévennec), einen Schiffsfriedhof und eine runde unbewohnte Insel (Île de Térénez). Auf dem Schiffsfriedhof warten Schiffe oder Schiff teile vor allem der französischen Marine auf ihre Demontage.

Schiffsfriedhof (Cimetière de Navires), links Insel Île de Térénez
Schiffsfriedhof (Cimetière de Navires)

Gezeitenmühle (Moulin à Marée de Landévennec)

Nachdem die Schiffe der Marine in Penfeld oder der Marinebasis entwaffnet und vorbereitet worden sind, werden die alten Schiffsrümpfe nach Landévennec auf den Schiffsfriedhof gebracht.

Nach zwei bis drei Jahren erfolgt der Transport der Schiffswracks zu einem Abbruchort in der Europäischen Union (EU).

Der Schiffsfriedhof ist ein Militärstandort und der Zugang zu den Schiffen ist für die Öffentlichkeit verboten.

An der Straße nach Landévennec gibt es einen Aussichtspunkt (Belvédère) für den Schiffsfriedhof. An der Brücke Pont de Térénez beginnt ein Wanderweg entlang der Aulne, von dem man auch Schiffsfriedhof sehen kann.

Pfeil oben