Leos Ferienwelt - Bretagne oder Provence

Kathedrale Saint-Corentin - Quimper - Cornouaille


Die Kathedrale (Cathédrale) Saint-Corentin überragt mit ihren beiden spitzen Türmen die Stadt Quimper im Département Finistère in der Bretagne. Sie ist eine der drei ältesten gotischen Kathedralen der Bretagne zusammen mit den Kathedralen von Saint-Pol-de-Léon und Tréguier.

Die Kathedrale Saint-Corentin in Quimper wurde auf dem Fundament einer ehemaligen romanischen Kirche oder Kathedrale erbaut. Die Bebauung erfolgte durch die Dynastie der Grafen der Cornouaille, die den bischöflichen Sitz von 1000 bis 1113 beanspruchte.

Kathedrale Saint-Corentin Quimper
Kathedrale Saint-Corentin Quimper

Die spitzen Kirchtürme der gotischen Kathedrale Saint-Corentin überragen deutlich die Silhouette von Quimper. Bereits 1240 wurde mit dem Bau der Kathedrale begonnen, der jedoch erst 1856 mit dem Errichten der Kirchturmspitzen abgeschlossen wurde.

nördliches Seitenschiff Kathedrale Saint-Corentin in Quimper
Nebenportal Kathedrale Saint-Corentin Quimper

Die Kathedrale Saint-Corentin wurde im 19. und 20. Jahrhundert schrittweise restauriert. Nach Beendigung im Dezember 1999 kann heute eine Kathedrale bewundert werden wie sie Ende des 15. Jahrhunderts verziert wurde. An den Kreuzrippen wurden die gleichen Farben wie am Original, d.h. Ockergelb, Ockerrot und Kalkverputz verwendet.

Die Kathedrale Saint-Corentin wurde in der Form eines lateinischen Kreuzes gebaut. Das Kirchenschiff wird von zwei Schiffen derselben Länge gebildet, die vom Querschiff aufgenommen werden. Im Zentrum der Kathedrale liegt das Heiligtum.

Die Kathedrale hat drei Stockwerke, ein Stockwerk der Arkaden, ein Stockwerk der doppelten Galerie und ein Stockwerk mit hohen Kirchenfenstern. Zahlreiche Kapellen sind um den Chor angesiedelt. Die Kapellen datieren aus verschiedenen Epochen des 13. bis 16. Jahrhunderts.

Kirchenschiff Kathedrale Saint-Corentin Quimper
Orgel u. Kirchenschiff Kathedrale Saint-Corentin Quimper

Die Kathedrale wurde am 11. März 1870 in den Stand einer Basilika erhoben. Einige Fenster sind die ehemaligen Kirchenfenster aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Andere Kirchenfenster wurden am 12. Dezember 1793 zerstört. Die hohen Glasdächer des Chores wurden 1420 eingebaut und 1867 bis 1868 restauriert. Die Kathedrale Saint-Corentin ist seit 1862 ein historischen Bauwerk (Monument historique) Frankreichs.

Orgel (Orgue) - Kapelle (Chapelle) Notre-Dame des Victoires


Die erste Orgel (orgue) wurde 1524 eingebaut und 1642 infolge der religiösen Verfolgung außer Landes geschafft. 1643 und 1661 produziert Robert Dallam allein oder unter Mitwirkung seiner Söhne die Orgeln von Quimper. Erste Restaurierungen erfolgten in den Jahren von 1745 bis 1747 und 1846.

1901 wird eine unabhängige Konsole in die Orgel eingebaut. 1956 wurde mit der Elektrifizierung der Orgel begonnen. Das Instrument wird auf 70 Spiele gebracht, doch die Erwartungen an die Orgel erfüllen sich nicht. 1990 wurden die ganze Mechanik und das System erneuert. Endlich gelingt es Jacques Nonnet, die Eleganz verschiedener Epochen in dieser Orgel zu verschmelzen.

Die Kapelle (Chapelle) Notre-Dame des Victoires wurde anläßlich des Sieges von Alain Canhiart gebaut. Die Kapelle (Chapelle) Notre-Dame des Victoires besitzt ein aus dem 19. Jahrhundert stammendes Kirchenfenster. Das Kirchenfenster stellt Gradlon in Anwesenheit von Corentin und Guénolé dar, der die Kathedrale Notre-Dame anbietet.

Die Altaraufsätze (Retables) des Querschiffes stammen aus den Jahren 1827-1828.

Kapelle Notre-Dame des Victoires der Kathedrale Saint-Corentin Quimper
Grabstätte (Tombeau) Kathedrale Saint-Corentin Quimper

Ein Retable in Alabaster (Albâtre) aus dem 16. Jahrh.
stellt den Christ zwischen den göttlichen Tugenden dar.
Der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1867.

Feudal wirkt die Grabstätte Tombeau de Monseigneur
de La Marche, Bischof (Évêque) von Léon.

Nachbau der Grablegung von Bourges (Réplique de la Mise au Tombeau)


Der Nachbau der Grablegungung von Bourges (Réplique de la Mise au Tombeau) besteht aus acht Personen (eine ist auf dem Foto verdeckt). Die Grablegung ist in Form des Grabmals aus dem 16. Jahrhundert errichtet, die die Krypta der Kathedrale von Bourges ziert. Es wurde in der Kathedrale von Quimper im Jahre 1868 installiert.

Von links nach rechts sind zu sehen: Josef von Arimathäa, Johannes der Evangelist (verdeckt), Maria, die Mutter Jesu, Maria Magdalena, Maria Salome, Maria, die Mutter des Johannes, Nikodemus. Das Foto darunter zeigt das Grabmal (Tombeau) und die Grabfigur des Domherrn Pierre du Quenquis (1415-1459).

Nachbau der Grablegung von Bourges (Réplique de la Mise au Tombeau) Kathedrale Saint-Corentin
Grabmal und Grabfigur des Domherren Pierre du Quenquis Kathedrale Saint-Corentin

Kapelle (Chapelle) Saint-Corentin


Die Glas -und Wandmalereien der Kapelle (Chapelle) Saint-Corentin erzählen die Geschichte des Saint-Corentin. Es werden die Verbindungen zu König (Roi) Gradlon, Guénolé und Tudy dargestellt. Die Episode von seinem Fisch symbolisiert sowohl die Brote und die Fische des Evangeliums.

Auf dem Altar erinnert ein Schrein an seine Geschichte. In der Kapelle (Chapelle) Saint-Corentin befindet sich ein Kirchenfenster aus dem 19. Jahrhundert, das auf dem vierzehnten Medaillon den Heiligen Corentin darstellt, der den Heiligen Guénolé und Tudy den Segen gibt. Das Kirchenfenster links unten erhellt die Kapelle Saint-Corentin.

Kirchenfenster Kapelle (Chapelle) Saint-Corentin Quimper
Kirchenfenster Kathedrale Saint-Corentin Quimper

Auf dem Kirchenfenster rechts oben segnet René du Louet die Missionare der katholischen Reform Le Nobletz und Maunoir.

Kirchenfenster der Kathedrale Saint-Corentin in Quimper

Das Kirchenfenster stellt den Heiligen
Gwenaël dar, der bittet, dem Heiligem
Guénolé zu folgen.
Kirchenfenster Kathedrale Saint-Corentin Quimper

Kirchenfenster des Vaters Maunoir,
gestaltet um 1950

Informationen über Kirchen:


Informationen zu Kathedrale, Dom, Basilika und Münster
Eine Kathedrale, genauer: Kathedralkirche zum Bischofssitz gehörende Kirche, Domkirche, ist das Kirchengebäude eines katholischen, anglikanischen, altkatholischen, evangelischen oder orthodoxen Bischofssitzes.
Manche Kathedralen werden auch als Dom bezeichnet; jedoch sind nicht alle Dome gleichzeitig auch Kathedralen.
In der katholischen Kirche ist die Basilika außerdem ein Titel für Kirchenbauten von herausragender Bedeutung.
Als Münster werden im schwäbisch-alemannischen Sprachraum auch Bischofskirchen bezeichnet, unabhängig davon, ob sie früh oder erst später Kathedralen Bischofskirchen) wurden. Auch Bürgerkirchen wie das Ulmer Münster haben sich diese Bezeichnung gegeben. Generell steht die Bezeichnung Münster in diesem Sprachraum für bedeutende Kirchen, an denen viele Priester ihren Dienst versahen.

Pfeil oben