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Die Alpilles sind ein Kalksteingebirge im Herzen der Provence. Sie liegen zwischen Avignon und Arles und erreichen eine Höhe von 300 bis 400 m. Weiß zeichnen sich die stark zerklüfteten Bergstöcke gegen den blauen, besonders bei Mistral sehr klaren Himmel ab. Die Berge sind in ihren oberen Zonen kahl und nur mit den Kräutern der Macchie dunkel betupft. An geschützten Stellen haben sich Kermeseichen und Pinien angesiedelt. Das Gras wächst nur mager und unregelmäßig. Die große Helligkeit gibt den Konturen Schärfe. Die Blättchen der Ölbäume flimmern silbrig in der Sonne.
Von einem Felsvorsprung bietet sich ein
umfassender Rundblick nach Arles und die Camargue,
das Rhone-Delta und die Cévennen, Aix, den Luberon und den Mont Ventoux (Parkplatz unterhalb einer Orientierungstafel). Ich habe sogar bis Marseille und Fos sur Mer sehen können.
Les Antiques Das Plateau der Antiques liegt zu Füßen der Alpilles-Ausläufer bei Saint-Remy-de-Provence. An dieser Stelle erhob sich früher die Stadt Glanum, die im 3. Jahrhundert zerstört wurde. Nur das Mausoleum und der Triumphbogen (Stadtgründungsbogen) blieben erhalten. Das Mausoleum ist 18 m hoch und einer der schönsten römischen Bauten. Das Stadtgründungsmonument (Arc municipal) ist der älteste Bogen seiner Art in Frankreich und stammt aus der Zeit von Augustus (27 vor -14 nach Christus). Das Monumentaltor bildete den Eingang zur Stadt Glanum. Von den Ruinen von Glanum kann ich euch leider keine Fotos zeigen, da Hunde in diese Stätte nicht hinein dürfen. Glanum ist als historisches Bauwerk Frankreichs (Monument historique) klassifiziert.
Der kleine Ort ist untrennbar mit der Erinnerung an den Schriftsteller Alphonse Daudet verbunden. Ab 1866 erschienen von Daudet in Pariser Zeitungen die "Briefe aus meiner Mühle". Eine schöne Pinienallee führt zur Mühle von Daudet.
Alpilles Teil 2: Les Baux-de-Provence ▲ |
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