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Camargue Die Camargue ist ein Gebiet in der Provence, das zum größten Teil zwischen den Mündungsarmen der sich teilenden Rhone liegt (Rhonedelta). Der Hauptarm, grande Rhone genannt, mündet bei Port-Saint-Louis-du-Rhone und der Nebenarm, petite Rhone genannt, mündet ca. 38km westlich davon bei Saintes-Marie-de-la-Mer ins Mittelmeer. Im Westen hinter der petite Rhone liegt die kleine Camargue (petite Camargue). Das Gebiet der kleinen Camargue erstreckt sich bis Aigues-Mortes.
(Die Karte wird freundlicherweise Par ChrisO Public domain, via Wikimedia Commons zur Verfügung gestellt.) Die Camargue erstreckt sich über ca. 930 km² Fläche, die größtenteils landwirtschaftlich zum Gemüse- und Reisanbau sowie zur Viehzucht genutzt wird. Wer den Reisanbau noch nicht gesehen hat, kann sich hier einen ersten Eindruck über den Anbau im Wasser verschaffen. Bekannt ist die Camargue für ihre wildlebenden Herden der weißen Camargue-Pferde, einer nur hier vorkommenden Pferderasse, sowie die teilweise sehr großen Herden der Camargue-Stiere. Diese müssen für die größtenteils unblutigen Stierkämpfe in die Arenen der Provence herhalten. Ihr Fleisch (taureau) ist eine Spezialität der provenzalischen Küche. Die Pferde können für einen Ausflug gemietet werden. Viele Bauern bieten außerdem einen geführten Ausritt durch die Camargue an.
See von Vaccarès (Étang de Vaccarès) Die Camargue ist vor allem als Naturschutzgebiet bekannt. Der "Regionale Naturpark Camargue" besteht aus dem Étang de Vaccarès (See Vaccarès) und dem südlich davon liegenden Streifen zum Meer. In diesem Bereich leben bis zu 400 Arten Wasservögel, vor allem der große Flamingo. Der Étang de Vaccarès ist der größte der zahlreichen sehr flachen Seen, die die für die Camargue typische Landschaft prägen. Leo's Wandertipp: Zunächst fahrt ihr über Cavaillon in Richtung Arles. Hinter Arles nehmt ihr die D 570 In Richtung Stes-Maries-de-la-Mer. Nach 4,5 km biegt ihr auf die D 37 in Richtung Méjanes ab und fahrt ca. 1 km. Hinter einer Brücke über einen Bewässerungskanal zweigt ein kleiner Feldweg ab.
Dort könnt ihr parken und zu einem kleinen Aussichtspunkt
gehen, von dem ihr einen herrlichen Blick über den Étang de Vaccarès habt (zu Fuß in einer 3/4 Stunde hin und zurück). Dieser Weg ist zu empfehlen, da die späteren Aussichtspunkte keine freie Sicht auf den Étang de Vaccarès bieten.
Leuchtturm la Gacholle (Phare de la Gacholle) Ein weiterer schöner Spazierweg führt zum Phare la Gacholle
(Gacholle Leuchtturm). Vor dem
Ort Salin-de-Giraud biegt ihr mit dem Auto rechts ab zum Phare "la Gacholle". Vom Parkplatz
könnt ihr einige Kilometer bis zum Leuchtturm auf einer
Landzunge laufen und auf einem parallel verlaufenden Pfad auf der
anderen Seite des Wassers wieder zurück. Es gibt viele Vögel und
sonstiges Getier zu sehen. Auch die Flamingos sind zum Anfassen nah.
Salinen Südlich von Salins-de-Giraud wird seit 1856 fast das gesamte Gebiet von den Salin-du-Midi, einer Meerwassersaline, belegt. Hier könnt ihr die großen Salzsalinen der Camargue sehen. Die Salzgewinnung ist sehr interessant anzuschauen. Das naturbelassene grobe Meersalz ist unter dem Namen "Gros Sel" bekannt. Das feine gereinigte weiße Salz wird unter dem Namen "Fleur de Sel" verkauft. Eine kleine Prise Gros Sel auf frisch gebratenen Fisch oder einem Steak ist ein Genuß!
Saintes-Maries-de-la-Mer Saintes-Maries-de-la-Mer ist ein Wallfahrtsort und der Hauptort der Camargue. Am 24. und 25. Mai eines jeden Jahres werden bunt gekleidete Statuen von Sara (einer Zigeunerin) und ihren Mitstreiterinnen in einer Prozession feierlich ans Ufer getragen und mit Meerwasser benetzt. Dieses als Zigeunerwallfahrt bekannte Großereignis ist eine international bekannte Touristenattraktion.
Die Kirche Notre-Dame-de-la-Mer ist seit dem Umbau im 14.Jahrhundert eine Wehrkirche.
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