Leos Ferienwelt

Naturpark Camargue - Vaccarès See - Leuchtturm Gacholle


Eindrucksvoll zeigt sich die vielfältige Landschaft des Naturparks Camargue am See Ètang de Vaccarès und am Leuchtturm Phare de la Gacholle. Die Camargue ist eine feuchte vom Rhônedelta gebildete Landschaft, die überwiegend zwischen den Mündungsarmen der sich teilenden Rhône liegt. Der Hauptarm (grande Rhône) mündet bei Port-Saint-Louis-du-Rhône und der Nebenarm (petite Rhône) mündet bei Saintes-Maries-de-la-Mer ins Mittelmeer.

Der Hauptarm, die grande Rhône, mündet bei Port-Saint-Louis-du-Rhone und der Nebenarm, petite Rhône genannt, mündet ca. 38 km westlich davon bei Saintes-Maries-de-la-Mer ins Mittelmeer. Im Westen hinter der petite Rhône liegt die kleine Camargue (petite Camargue). Das Gebiet der kleinen Camargue erstreckt sich bis Aigues-Mortes.

Das Rhônedelta ist das zweitgrößte Delta des Mittelmeers (Mer mediterranée). Der regionale Naturpark (Parc naturel régional de Camargue) erstreckt sich im Mündungsdelta der Rhône im Département Bouches-du-Rhône der Provence. Der regionale Naturpark Camargue umfasst die grande Camargue und einen Teil der petite Camargue. (Karte des regionalen Naturparks)

Pferde (Promenade á Cheval) - Stiere - Manade


Die Camargue ist für wild lebende weiße Pferde (Chevaux), einer nur hier vorkommenden Pferderasse bekannt. Ursprünglich wurden die weißen Pferde von einen Rinderhirten (Gardian) eingesetzt, um mit Kampfstieren zu arbeiten.

weißes Pferd im Naturpark Camargue
Stiere im Naturpark Camargue

Heute sind die weißen Pferde der Camargue größtenteils sozialisiert und finden als Last- und Reittiere Verwendung. Mit den Pferden werden geführte Ausritte (Promenade á Cheval) durch die Camargue organisiert. Man kann für einen Ausritt auch einzelne Pferde mieten.

In der Camargue werden Stiere (Taureau) in großen Herden gehalten. Die Stiere der Camargue müssen für die meistens unblutigen Stierkämpfe in den Arenen der Provence herhalten. Tierzuchtbetriebe der weißen Camargue-Pferde und der Camargue-Stiere sind unter dem Begriff Manade zu finden. Bei einer Manade kann man sich nach Pferdeausritten (Promenade à Cheval) erkundigen.

Die Zubereitung von Stierfleisch (AOP Taureau de Camargue) ist eine Spezialität der provenzalischen Küche.

See Étang de Vaccarès


Der Étang de Vaccarès ist mit 12 km Länge und einer Tiefe von bis zu 2 Meter der größte See im Naturpark Camargue (Parc naturel régional de Camargue). Im regionalen Naturpark Camargue leben bis zu 400 Arten Wasservögel und der rosa Flamingo.

Naturpark Camargue - See Étang de Vaccarès
Naturpark Camargue - rosa Flamingos im See Étang de Vaccarès

Tipp: Von Arles kommend nehmt ihr die D 570 In Richtung Saintes-Maries-de-la-Mer. Nach 4,5 km biegt ihr auf die D 37 in Richtung Méjanes ab und fahrt ca. 1 km. Hinter einer Brücke über einen Bewässerungskanal zweigt ein kleiner Feldweg ab. Dort könnt ihr parken und zu einem kleinen Aussichtspunkt gehen, von dem ihr einen herrlichen Blick über den Étang de Vaccarès habt. (3/4 Stunde hin und zurück)

Naturpark Camargue
Naturpark Camargue - rosa Flamingos

Wanderung zum Leuchtturm Phare de la Gacholle


Eine aussichtsreiche Wanderung führt über den Damm Digue à la Mer in das Naturschutzgebiet der Camargue (Réserve Nationale de Camargue) zum Leuchtturm Phare de la Gacholle. Vor Salin-de-Giraud biegt ihr mit dem Auto rechts ab zum Phare de la Gacholle (dem kleinen Wegweiser nach Fiëlouse folgen). Vorsicht, die Straße ist von unzähligen teils tiefen Schlaglöchern übersät! Es ist daher ratsam, nach einer kleinen Schleuse zu parken.

Wanderung zum Phare de la Gacholle in der Camargue
Vom Parkplatz könnt ihr einige Kilometer bis zum Leuchtturm Phare de la Gacholle auf einer Landzunge laufen und auf einem parallel verlaufenden Pfad auf der anderen Seite des Wassers wieder zurück. Es gibt Vögel aller Arten zu sehen. Auch rosa Flamingos sind zum Anfassen nah.
(3 Stunden hin und zurück)

Wanderung zum Leuchtturm Phare de la Gacholle
Wanderung zum Leuchtturm Phare de la Gacholle - rosa Flamingos

Leuchtturm Phare de la Gacholle - Naturpark Camargue

Der Leuchtturm Phare de la Gacholle stammt aus
dem Jahr 1884 und steht auf dem Damm Digue à la Mer
zwischen Saintes-Maries-de-la-Mer und
Salin-de-Giraud in der Camargue.

Die Inbetriebnahme des Leuchtturms Phare de la
Gacholle ermöglicht den Schiffen im Golf de Beauduc
zu ankern.

Der Phare de la Gacholle wurde im zweiten Weltkrieg
teilweise zerstört und am 13. November 1948 wieder
in Dienst gestellt.

Der Leuchtturm wurde 1996 automatisiert. Er
gewinnt seine Energie über Sonnenkollektoren.

Das Leuchtfeuer besteht aus grün, weiß, rotem Licht
und besitzt eine Reichweite von 20 km.

Riz rouge - Meersalz Salinen


Die Camargue hat eine Gesamtfläche von ungefähr 930 km², die größtenteils landwirtschaftlich zum Gemüse- und Reisanbau sowie zur Viehzucht genutzt wird. In der Camargue wird "roter Reis" (Riz rouge de Camargue) angebaut. Der Riz rouge de Camargue ist ein ungeschälter Reis, dessen Herz durch natürliche Veränderung (Mutation) ins Dunkelrote getönt wird. Der Riz rouge de Camargue wird unter der geschützten Herkunftsbezeichnung IGP (Indication géographique protégée) verkauft.

Die Meersalz Salinen der Camargue befinden sich in Salin-de-Giraud. Von einer Aussichtsplattform können die Salzbecken besichtigt werden. Wer im Herbst in der Camargue ist, kann die berühmte Salzernte sehen. Große Lastwagen transportieren zu dieser Zeit das von der Luft getrocknete Salz auf einen Ernteplatz.

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