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Notre-Dame de Confort Die Kirche (église) Notre-Dame de Confort steht in dem kleinen Ort Confort-Meilars in der Cornouaille zwischen Pont-Croix und Douarnenez. Sie wurde von 1528 bis 1544 erbaut und im 17.und 18. Jahrhundert restauriert. Die Kirche und der Sockel des Kalvarienberges stehen unter Denkmalschutz.
Die Hauptsehenswürdigkeit der Kirche von Confort-Meilars ist das hölzerne Rad des Glockenspiels (Roue à Carillon), das einen Durchmesser von 2 Metern hat. Außen befinden sich 12 Glöckchen von verschiedener Größe und verschiedenem Klang. Wenn ihr das Rad dreht, beginnen die Glöckchen nacheinander zu spielen, und daraus entsteht ein harmonisches (wenn ihr es richtig macht !) Glockenspiel. Das Rad ist genauso alt, wie die Kirche. In Deutschland gab es im Dom zu Fulda ein ähnliches Rad (von 1415-1781), das die Gläubigen mit seinem Sphärenklang erfreute. Heute ist das Rad in Confort das einzig gut bekannte. Wahrscheinlich wurde es von den Stiftern der Kirche aufgestellt, deren Bilder auf die Kirchenfenster gemalt sind. Sie beten zu "Notre-Dame von Confort" für ihr stummes Kind, das hier geheilt wurde. Das Rad des Glockenspiels ist ein Zeichen ihrer Dankbarkeit: es ist Gesang der Freude und des Dankes an die Jungfrau Maria. Seitdem wurden viele stumme und sprachbehinderte Kinder hierher geführt. Das Glockenspiel hat heute noch denselben Sinn, wie früher: es ist Musik, die zugleich Gebet zur Mutter Gottes ist. Es wird bei Beginn und Ende einer Trauung, bei Taufen und jeden Sonntag zum Hochamt geläutet. Die Besucher der Kirche pflegen auch das Rad zu drehen. Ihr könnt das Rad folgendermaßen in Bewegung bringen: hakt die Kette los ... lasst die Kette senkrecht herunter fallen ... zieht rechts, ohne zu stoppen und ohne den Arm zu drehen (nicht so schnell) ... Los geht's ! (Wir hätten es auf Video aufnehmen sollen.)
Das Schönste in der Kirche Notre-Dame de Confort sind die Kirchenfenster, die aus dem Jahr 1537 stammen. Sie wurden vom Künstler R. de Loubes aus Quimper geschaffen. Die Farben, die heute noch sehr frisch sind, habe sich nicht verändert. Alle Figuren sind in Kleidung, Haltung und Gesichtsausdruck verschieden. Das Bild, das nur noch in Bruchteilen vorhanden ist, stellt die Auferstehungsszene Christ dar. Der linke Teil könnte ein Ausschnitt aus dem Wettlauf der Jünger um Grab Christi sein. Der rechte Bruchteil zeigt die Krönung Mariens. Auf dem Fenster der handarbeitenden Gruppe ist oben im roten Kleid die Jungfrau Maria zu sehen. Sie ist mit einer Stickarbeit beschäftigt. Man sieht die Nadel in ihrer Hand und die Bewegung, um die Nadel durch den Stoff zu ziehen. Auf den Fenstern darunter ist links Maria, die ein Hemd näht und rechts Joseph zu sehen, der gerade einen Holzbalken bearbeitet. Beiden helfen Engel, die Wolle und Späne in die Körbe am unteren Bildrand sammeln.
Der Kalvarienberg stammt aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhundert und wurde 1870 restauriert. Die ursprünglichen Statuen wurden während der französischen Revolution zerstört. Die heutigen Statuen wurden 1870 aufgestellt und stellen die Apostel (apôtre) dar. Es wurden statt der zwölf Apostel dreizehn Statuen aufgestellt. Der heilige Mathias ersetzt Judas und der heilige Paul wurde zusätzlich platziert. Das Kreuz trägt einen Christus aus Kersanton in gleicher Größe (1,70m). Dieser fiel im Jahr 1978 und wurde im Dezember 1990 durch einen gleichen Christus ersetzt. Originellerweise steht der Kalvarienberg mitten auf einer Kreuzung und teilt die Fahrbahnspuren.
Im Ort Pont-Croix könnt ihr die Stiftskirche Notre-Dame de Roscudon ansehen. ▲ |